Eine kleine Erzählung von Usability und eMail-Adressen
Geschrieben am 03. Feb 2009 von Cem Derin

Zugegeben: ich wusste nicht genau, wie ich diesen Artikel – der mir auch sehr spontan aus der Feder kommt – illustrieren sollte. Die Ursprügnliche Einleitung hat dann aber doch noch die Brücke schlagen können. Grundtenor war, dass ich manchmal bei selten genutzten Diensten wie der Ochs vorm Berg stehe und mir Denke: “Zum Geier, wie war denn hier nochmal dein Benutzername“. Sicher, ich habe nur einen kleinen Pool von Benutzernamen, aber manchmal ist der erschöpft und ich muss kreativ werden. Dann wird daraus unsetter, unset__ und ähnliches.
In solchen Fällen bin ich dann froh, wenn statt einem Benutzernamen meine eMail-Adresse für die Anmeldung verlangt wird. Die kann ich mir merken. Ich benutze für solche Sachen in der Regel meine Googlemail-Adresse. Allerdings hat Google sich ein paar nette Gimmicks ausgedacht, was man mit dieser Adresse so anstellen kann.
So ist es zum Beispiel möglich, beliebig viele Punkte im Local Part der Adresse zu verwenden. Also eine Mail an max.mustermann@googlemail.com landet im selben Postfach wie m.a.x..m.u.s.t.e.r.m.a.n.n@googlemail.com, max..mustermann@googlemail.com und auch maxmustermann@googlemail.com. Wenn man sich also mal mit mehreren Accounts bei einem Dienst anmelden will (warum auch immer man das wollen sollte), kann man da ein paar lustige Sachen mit machen.
Die nächste Eigenart ist, dass wir Deutschen meines Wissens die Einzigen sind, die offiziell “@googlemail“-Adressen haben. Der Dienst heißt außerhalb von Deutschland GMail und hat auch die entsprechende Domain. GMail ist allerdings in Deutschland eine Eingetragene Marke und der Besitzer möchte das nicht. Sowiet sein gutes Recht. Das er gerne mal Abmahnt, wenn man GMail in Zusammenhang mit dem Googlemail-Logo erwähnt, finde ich allerdings weniger gut. Daher bitte ich, dies als reinen Tatsachenbericht zu sehen
Es ist jedenfalls möglich, statt googmail.com auch gmail.com als Domain Part zu verwenden – auch für Deutsche. D.h. es ergibt sich hiermit eine Menge aus gültigen eMail-Adressen, die alle auf die selbe Inbox zeigen.
Und das ist dann auch der Knackpunkt: Als Seitenbetreiber sollte ich mir dieser Tatsache bewusst sein und solche Adressen aus zwei Gründen kanonisieren: Zum einen um Doppelanmeldungen zu vermeiden, zum anderen, um dem Benutzer die Anmeldung zu erleichtern. Es sollte egal sein, ob ich mich mit super.typ@googlemail.com oder supertyp@gmail.com anmelde. Beides sollte auf den selben Account zeigen.
Leider habe ich das bisher noch nirgends feststellen können. Eventuell sollte ich mal ein paar Open-Source-Projekte dahingehend erweitern.
#001
Das Problem mit den Benutzernamen habe ich nicht, da ich immer und überall ‘Psaniko’ verwende
Gmail nutze ich auch, du hast aber vergessen das man statt example@googlemail.com auch example+spam@googlemail.com schreiben kann. Alles nach dem + wird ignoriert, was nützlich sein kann um Filter zu definieren.
Siehe auch hier http://www.kimkorte.de/blog/google-mail-reloaded/134/