6 Zeichen die einen schlechten Auftraggeber ausmachen
Geschrieben am 18. Feb 2009 von Cem Derin
Alyssa Gregory listet Sechs Punkte auf, die einen schlechten Auftraggeber ausmachen – oder zumindest alle Alarmglocken schrillen lassen sollten. Aus meiner Erfahrung als Selbstständiger kann ich zumindest sagen, dass das in jedem Fall erhebliche Alarmsignale sind und man als “Anfänger” erst einmal die Finger von solchen Leuten lassen sollte. Mit Erfahrung und dem nötigen Fingerspitzengefühl muss der ein oder andere Punkt kein Ausschlusskriterium mehr sein. Vor allem Punkt 3 wird man häufig antreffen. Hier muss man selbst Struktur reinbringen! Aber lest selbst.
#001
Das Vertragliche und die “dunkle Vergangenheit” sind das eine. Oft- das muss man sagen- liegt es am Unwissen des Kunden. Ich halte es daher für unsere Aufgabe, sich auf einen Kunden einzulassen und ihn zu führen. Das mag von Kunde zu Kunde manchmal ein nicht ganz einfacher Prozess sein. Dann sind Punkt 2 und Punkt 3 in den Griff zu bekommen.
Anstrengend empfinde ich die “Experten” oder “Beratungsresistenten” unter den Kunden. Die, die genau wissen, wie etwas funktioniert und wie lange man dazu braucht. Oder die, die wider des besseren Webdesigns plötzlich Designwünsche haben, bei denen man nur noch den Kopf schütteln kann. Sehr traurig macht mich jedesmal mangelndes Bewusstsein für Usability.
Als Webentwickler ist man gelegentlich “der Techniker” (so ähnlich wie “schließen Sie mir mal die Lampe an”). Wenn man sich plötzlich in der Rolle dessen sieht, der Instruktionen abarbeitet, ungeachtet guter oder schlechter Lösungen, dann muss man ein Projekt hinterfragen. Auch dann hilft aber noch der Dialog.
Ich glaube, unsere Branche hat es unter anderem deshalb so schwer, weil es so viele selbsternannte Profis gibt, die ersten für Nada arbeiten und zweitens nicht sensibilisieren können. Wo bitte, soll da in der “ganz normalen Bevölkerung” ankommen, dass unser Job auch etwas “Intellektuelles” hat?