Geschrieben am 24. Mrz 2009 von Cem Derin
Ich habe einen Artikel gelesen, auf den ich mit mehr als nur einem Twitter-Link eingehen will: Are You The Best Developer You Know? Dustin erklärt dort, dass er sich immer für die Jobs entscheidet, wo er das meiste lernen kann bzw. wo er am meisten gefordert wird. Wie auch ich lernt Dustin beim Arbeiten – also bei der Anwendung einer neuen Technik, einer neuen Bibliothek, eines neuen Frameworks, etc. Bei mir ist es sogar so, dass ich ohne realen Einsatzfall nicht wüsste, was ich überhaupt entwickeln sollte – Jenseits von “Hello, World!”.
Alerdings finde ich die Aussage, dass man sich einen Job suchen sollte, in dem man mit Leuten zu tun hat, von denen man etwas lernen kann ziemlich interessant. So ist es – zumindest in Deutschland – doch eher so, dass die Leute sich Job gerne dannach aussuchen, was sie selbst können um zumindest nicht als derjenige da zu stehen, der am “wenigsten” kann.
Das bedeutet jedoch, dass man sich selbst daran hindert sich zu entwickeln; darüberhinaus läuft man auch Gefahr dem Irrglauben zu unterliegen, dass man das gar nicht mehr nötig habe – immerhin sind die anderen ja noch schlechter. Was dabei rauskommt kann man sich denken: Schlechte Software, schlechte Entwickler. Das wird sich auch nicht mehr ändern, denn tatsächlich gute Entwickler werden kein Interesse haben, diesem Team beizutreten. Alles in allem tritt hier ein Ähnlicher Effekt ein wie beim Anti-Pattern des Programmer Experience Clumping.
Daher mein abschließender Rat: Versucht immer darauf bedacht zu sein, von Kollegen lernen zu können. Das ist nicht nur persönlich fördernd, sondern sorgt auch für eine ganz andere Arbeitsmoral. Darüberhinaus auch ein Aspekt was Selbstmotivation angeht. Aber dazu habe ich Morgen noch einen Artikel für euch parat