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Mein Arbeitsplatz (oder: Dinge die man nicht mehr missen will, Teil 2)

Geschrieben am 22. Mrz 2009 von Cem Derin

Ich möchte heute mal meiner exhibitionistischen Ader freien Lauf lassen, und euch einen Blick auf meinen Arbeitsplatz erlauben. Keine Sorge, ihr werdet hier keine Fotos von meinem Schreibtisch bekommen, auf dem ich mit meiner handvoll Cinemascope-LCDs protze, meine Designerleuchte zur Schau stelle oder meine teuren Gadgets prominent positioniere. Nein, mir gehts es um die inneren Werte: Was nutze ich für Software. Dabei überschneidet sich das, was ich privat bzw. zu Zeiten als freiberuflicher Entwickler einsetzte bzw. einsetze und was beruflich auf den Desktop kommt zum allergrößten Teil. Daheim lege ich ein bisschen mehr Wert auf Open Source (auch wenn ich hier kein Dogmatiker bin). Im beruflichen Alltag kann – und will – man das nicht immer. Wie dem auch sei …

PDT

Da ich hauptsächlich PHP entwickle, brauche ich eine gute PHP-IDE. Lange habe ich mit einem Texteditor der Syntaxhighlighting beherrschte gearbeitet, habe Auto Code Completion als unnützen Schnickschnack abgetan (da war ich Virtual Studio Geschädigt. Da war das Auto Complete früher unter aller Kanone) und habe auf die Integration anderer Tools weitestgehend verzichtet. Wenn man aber das erste mal an schlecht dokumentierten Code von Dritten muss, wird man Code Completion schnell zu schätzen lernen.

Als die beste IDE hat sich meiner Meinung nach das PDT-Projekt herausgestellt. Basierend auf Eclipse habe ich direkt eine IDE im Haus, die eine ganze Menge anderer Sprachen bedienen kann, wenn sie denn will. Für so gut wie alle weiteren Entwicklungswerkzeuge habe ich Plug-Ins um diese direkt zu integrieren und jedes kleine Feature wird man mit der Zeit nicht nur brauchen, sondern nicht mehr missen wollen.

Großartig Plug-Ins verwende ich allerdings nicht, PDT bringt soweit eigentlich alles mit was ich brauche.

PDT-Project

Subversion

Früher habe ich alleine gearbeitet. Da ist Versionskontrolle kein Thema mit besonders großer Wichtigkeit. Als ich das erste mal im Team gearbeitet habe, funktioniere der Workflow nicht mehr. Man kam sich in die Quere, das zusammenführen wurde im laufe des fortschreitenden Projektes immer Zeit- und Nervenraubender. Damals war Subversion der neue heiße Scheiß. CVS fand man überall, aber SVN schien mir einfacher. Ich habe mich da nicht getäuscht. Ich muss allerdings gestehen: Den vollen Umfang von SVN habe ich erst in den letzten zwei Jahren kennen und schätzen gelernt.

Subversion

Navicat

Navicat ist ein Datenbankbrowser, der verschiedene SQL-Datenbanken unterstützt. Bei kleinen Projekten hat mir phpMyAdmin immer ausgereicht – aber wenn Sicherheitspolicies und Laufzeitbeschränkungen phpMyAdmin nicht mehr erlauben, ist Navicat ein wirklich mächtiges Tool mit einer Menge toller Funktionen – und Macken ;-)

Navicat

Notepad++

Wenn es denn mal schnell gehen muss, und ich eine Datei eines beliebigen Textformates bearbeiten woll, so greife ich auf den schnellen und einfach zu bedienenden Editor Notepad++ zurück. Synatx Highlighting und Code Completion für die meisten Sprachen und das schnelle starten haben ihn zu einem festen Bestandteil meiner Arbeitsumgebung gemacht.

Notepad++

Firefox

Nicht nur privat sondern auch beruflich wahrscheinlich das am meisten Benutzte Werkzeug, Stück Lieblingssoftware und die am häufigsten bediente Plattform. Auf Firefox hat mich ein alter Freund vor vielen Jahren gebracht (damals hieß das gute Stück noch Phoenix). Die Erweiterbarkeit und das ambitionierte Open Source auftreten haben meinen Freund zu der Annahme gebracht, dass dieser Browser der Browser wird. Und auch er hat Recht behalten. Bis heute das, was ich auf jedem Rechner, den ich einrichte als erste Installiere, sobald eine Verbindung zum Netz besteht ;-)

Firefox hat es sich zur Philosophie gemacht, dass der Browser nur mit dem nötigsten ausgestattet aus der Box kommt. Spezialisierungen für den Alltag (oder den Job) kann man mittels Add-Ons vornehmen. Beruflich habe ich ein paar Pflichtaddons, die direkt drauf müssen.

Mozilla Firefox

Webdeveoper Toolbar

Wer kennt sie nicht. Eines der ersten Add-Ons die ich beruflich instaliert habe. Und seit dem nicht mehr wegzudenken. In einem Firefox ohne die Webdeveloper Toolbar fühle ich mich schon unwohl ;-)

Firebug & FirePHP

Wenn es ans JavaScript oder CSS-Debugging geht, dann ist Firebug unschlagbar. Wenn man dann auch noch keinen Debugger zur Vefügung hat, sich mit den Debug-Ausgaben aber nicht das Layout zerschießen will, ist FirePHP Gold wert. Und mit Zend_Wildfire hat man da auch noch direkt eine bequeme und einfach Implementation auf PHP-Seite.

Live HTTP Headers

Wenn man mal schnell Header checken will: Live HTTP Headers. Unschlagbar. Firebug kann das zwar auch, aber irgendwie finde ich Live HTTP Headers für einen Quicky doch besser.

YSlow

YSlow bewertet eine Seite anhand von Yahoo festgelegter Kriterien, und ordnet bestimmten Aspekten Schulnoten (A-F) zu. Schön: Es werden konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht. Ein kleiner Block auf YSlow kann in der finalen Phase eines Projektes nie schaden.

Selenium IDE

Nicht nur um Tests für Selenium zu schreiben, sondern auch im lästige Ausfüll- und Klickarien zu automatisieren eignet sich die Selenium-IDE für Firefox hervorragend. Ein Must-Have!


#001
22. Mrz 2009

PDT und Subversion sind veraltet, für Notepad++ gibt es bessere alternativen .. aber so etwas wie Navicat hab ich schon lange mal gesucht! Danke!! :)


#002
22. Mrz 2009
unset

Ja, dann lass mal deine Alternativen hören!


#003
22. Mrz 2009

Zend Studio ist einfach nur toll.
Auf jeden Fall empfehlenswert.


#004
22. Mrz 2009
unset

Kann aber auch nicht mehr als PDT. Und ist mir persönlich zu teuer, dafür dass ich den selben Umfang auch kostenlos bekommen kann.


#005
22. Mrz 2009

Hallo Cem,
schöne Liste hast du da. 1,2 Tipps, die ich mir noch abgucken konnte. :-)

Gruß
Roman


#007
23. Mrz 2009
martin

hab mir navicat nicht angeschaut aber ich benutze als mysql gui http://www.sequelpro.com/ – und es gefällt :)

@kb was benutzt du denn ?
ich denke jedenfalls nicht das pdt + subversion – auch wenn ich eher sympathien zu git habe – veraltet sind.
grüße


#008
23. Mrz 2009

Hab ich was verpasst? Seit wann ist subversion veraltet und was ist dann der Nachfolger? Zend Studio nervt, aber unter Windows ist es wohl die beste IDE, habe ich auch jahrelang benutzt, aber auf dem Mac gibt es dafür keinen Grund mehr. Da gibt es Textmate http://macromates.com/ und gut is…


#009
23. Mrz 2009

Oh Wow! Ich wußte nicht dass es Silenium als Firefox Addon gibt. Gracias :-)


#010
25. Mrz 2009
Thomas

Als IDE gefällt mir noch PHPEdit (http://www.phpedit.net), braucht aber leider eine längere Zeit zum starten. Danach einfach super!

In letzter Zeit benutze ich auch gerne Netbeans (http://www.netbeans.org/features/php/index.html) hab damit jedoch noch keine größeren Projekte erstellt um das die PHP Unterstützung zu beurteilen.

Das einzig negative an SVN ist, dass in jedem Verzeichnis .svn Ordner sind. Privat benutze ich Mercurial, aber SVN ist gerade durch die “onsubmit” Aktionen / Hooks oder wie auch immer ziemlich gut. Außerdem ist es neben CVS ein Versionierungssystem, das von vielen Programmen von Haus oder als Plugin unterstützt wird.


#011
06. Mai 2009
René

Genauso sieht meine Arbeitsumgebung software-technisch auch aus. Bis auf dass ich statt Navicat manchmal auf die GUI-Tools von MySQL zurückgreife.

Einen entscheidenden, aber für mich wichtigen Schritt bin ich noch gegangen. Ich setze als Betriebssystem seit mehreren Jahren auf Ubuntu. Ich habe auch Windows und OS X ausprobiert, war aber alles nicht so der Bringer. Demzufolge kommt bei mir auch kein Notepad++, sondern der mächtige Editor gEdit zum Einsatz. Für komplexeren SVN-Merges setze ich auf Meld, ein ziemlich professionelles Diff- und Merge-Tool.


#012
17. Dez 2009

Ist zwar ein extrem alter Beitrag, aber ab und zu landet man auch auf solchen Seiten^^

Hier möchte ich folgendes kommentieren:
———————————————-
Früher habe ich alleine gearbeitet. Da ist Versionskontrolle kein Thema mit besonders großer Wichtigkeit.
———————————————-

Dem stimme ich nicht zu.
Natürlich habe ich früher auch so gedacht, aber mittlerweile will ich selbst bei Ein-Mann-Show Arbeiten nicht darauf verzichten.
1. Habe ich mich einfach daran gewöhnt, nachdem ich etwas gecodet habe, es zu commiten.
2. Hat man eine gute Backupmöglichkeit
3. Ist es “lustig” sich mal seinen Code von langlebigen Projekten anzuschauen. Da denkt man sich immer wieder, omg, was habe ich da bloss gemacht und für mich zumindest ist es ein “schönes Erlebniss” zu sehen, das man sich erfolgreich weitergebildet hat.
4. Man kann von überall arbeiten. zB Büro und Daheim.
OK, viele haben ihre Entwicklungsumgebung am Laptop den man immer mit hat, oder im Web, aber als ich noch gearbeitet habe, war es nützlich einen SNV Server zu haben.
Wenn es mal auf der Arbeit nichts zu tun gab, habe ich einfach an meinen privaten Projekten weitergearbeit.


#013
17. Dez 2009
Cem Derin

Aber wirklich wichtig ist tatsächlich nur Punkt 2 – und Versionsverwaltung sollte man nicht für Backups nehmen – Versuch mal ein kaputtes SVN Repository zu reparieren ;)


#014
18. Dez 2009

Hm, OK das Problem hatte ich noch nie(und eigentlich fühle ich mich mit meinem Serverbackup sicher)


#015
22. Dez 2009
manuw

Okay schon etwas älter. aber will auch mal Kommentieren.

* IDE: Netbeans finde ich besser wie Eclipse oder das meiner meinung nach grauenhafte Zend Studio (Genau so schlimm wie das Framework)
* Versionskontrolle: Subversion & git (Beiden in der IDE)
* MySQL: Mysql Workbench || mysqlcc
* Browser: Naja, bei Webentwicklung müssen es eh die gängigen sein. Zum größten teil allerdings Chrome bei mir.

Ansonsten Arbeite ich entweder auf einem LAMP (Büro) oder auf einem LLMP (Zuhause) … das 2. L steht für Lighttpd ;)

Lg

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theme von mir, software von wordpress, grid von 960 grid system. funktioniert in allen browsern, aber der safari bekommt das mit der schrift am schönsten hin.