URL-Shortener http://to./
Geschrieben am 06. Dez 2009 von Cem Derin
Vor ein paar Tagen schwirrte etwas durch interessantes meine Twitter-Timeline. Ich weiß leider nicht mehr von wem (geschweige denn den genauen Wortlaut), aber es ging um den angeblich “kürzesten” URL-Shortener der Welt. Anbei war ein Link zu http://to./
Folgt man diesem, so landet man auf einer sehr rudimentären (bzw. definitiv von einem Entwickler gestalteten) Eingabemaske, die eine URL, einen Namen sowie ein Passwort annimmt. Versucht man allerdings das Formular auszufüllen und abzuschicken, passiert – nix.
Das könnte natürlich daran liegen, dass unter dem Formular in roten Lettern darauf hingewiesen wird, dass das ganze Teil (noch) nicht für den öffentlichen Gebrauch bestimmt ist. Wie dem auch sei.
Wirklich interessant ist: Wie kommt man an eine Domain “to.”? Viele werden wahrscheinlich wegen dem Punkt am Ende verwirrt sein. Prinzipiell kann man aber jeden TLD mit einem Punkt am Ende aufrufen. Und im DNS stehen sie sowieso genau so drin. Hier ist er allerdings wichtig, da die eingegebene URL nur so vom Browser als FQDN erkannt wird. Was macht der Browser nun? Er lässt im DNS nachschauen, wohin die Domain to. auflöst. Und das ist auch schon der Knackpunkt: to. wurde als Ressource eingetragen, löst korrekt auf eine IP auf und hinter dieser verbirgt sich ein Webserver. Padabing!
Und warum kam das nicht eher? Weil es eher unbequem, verwirrend und die Auswahl der möglichen Domains eher eingeschränkt ist
#001
… und weil die Denic (Beispiel de) das gar nicht erst erlauben würde.