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5 Motivationstipps (nicht nur) für Entwickler

Geschrieben am 09. Nov 2010 von Cem Derin

Wir alle lieben unseren Job. Wir machen ihn gerne, leidenschaftlich und können uns nicht vorstellen etwas anderes zu machen. Trotzdem: Manchmal hat man auch einfach keine Lust, ist frustriert von immer den gleichen Standardaufgaben oder es beschäftigen einen andere Dinge. Manchmal hat man dann die Möglichkeit sein Pensum herunterzuschrauben um sich nicht komplett zu frustrieren – aber oft verhindern Abgabetermine, Parallelprojekte und nicht zuletzt man selbst das. Da auch ich diese Probleme kenne möchte ich ein paar Tipps geben, wie man dem entgegenwirken kann – und vor allem dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

1. Rauschen vermeiden

Viele von euch haben nebenher den Twitter-Client laufen, die allermeisten ihre E-Mail-Clients. Viele Leute haben ihr Handy auf dem Tisch liegen. An der Stelle direkt ein mal ein gute Tipp als Kollege: Stellt euer Handy doch bitte auf lautlos ;)

Aber auch wenn ihr wie ich keine E-Mail verpassen wollt sorgt dafür, dass zu erwartende E-Mails sortiert werden und euch nicht ablenken. So gut wie jedes halbwegs brauchbare Programm bietet hierfür Filterregeln an, die man Einstellen kann. Ob nun Bugtracker, Zeiterfassung, Log-Meldungen und noch nicht entfernte Debug-Ausgaben: Braucht man grad alles nicht: Wegfiltern!

Ein erst seit relativ kurzer Zeit bestehendes Problem hat Twitter: Native Retweets sehen in der Timeline auf den ersten Blick so aus, als kämen sie vom Ursprungsautor. Kennt man gar nicht. Wie kommt der denn plötzlich in die Timeline? Dann fällt einem auf, dass es nur ein RT ist. Ich tendiere dazu, Leute die mich den ganzen Tag mit RT zuballern doch nicht weiter zu folgen. Ich rate auch anderen Leuten das in Erwägung zu ziehen.

Wenn ihr euer (lautloses) Handy nun noch mit dem Display nach unten auf ein Buch oder einen Stabel Papier legt, werdet ihr auch hier nicht mehr genervt (denn das Papier fängt das Brummen des Vibrationsalarms ganz gut ab).

2. Kleine Etappenziele stecken

Wenn man größere Aufgaben (oder für die Motivation zu große Aufgaben) hat, lohnt es sich, dass ganze in kleine Etappenziele aufzuteilen. Ich hab gute Erfahrung mit Häppchen gemacht, deren Bearbeitung ca. eine Stunde dauert. Subjektiv erledigt sich die Arbeit so sehr viel schneller. Vor allem in Kombination mit folgendem Tipp sehr effektiv.

3. ToDo-Listen anlegen

Viele Leute mögen es Listen abzuarbeiten. Wenn man das ganze dann noch auf dem Papier macht, hat es einen sehr befriedigenden Charakter: Man hat etwas erledigt, geschafft. Der Arbeitshaufen wird sichtlich kleiner. Man hat das Gefühl etwas zu schaffen, fertigzustellen. Vor allem dann wenn man große, sich über mehrere Wochen hinziehende Projekte bearbeitet, hat das einen sehr entscheidenden Einfluss auf die Motivation. Ich habe mir angewöhnt täglich meine Aufgaben für den Tag aufzuschreiben – die am Vortag nicht erledigten eingeschlossen – und nach Möglichkeit von oben nach unten abzuarbeiten. Sicher, oft geht das nicht weil Vorarbeit von Kollegen noch nicht fertig ist, aber in dem Fall kann man auch einfach zur nächsten Aufgabe springen.

4. Pause machen

Wir alle haben schon einmal eine Pause verschoben oder ganz links liegen lassen, weil wir an einem Projekt arbeiten, dessen Deadline immer näher rückt und der Haufen Arbeit scheinbar nicht kleiner werden will. Dagegen ist prinzipiell auch nichts einzuwenden. Aber wenn man ein Motivationsloch hat sollte man sich diese reglementierte Pause gönnen. Falscher Eifer führt zu noch mehr Frustration. Aber: Bitte nicht am Rechner sitzen bleiben. Lieber mal vor die Tür gehen, etwas frische Luft atmen, sich bewegen. Im Idealfall auch nicht am Arbeitsplatz essen.

5. Diese Regeln nicht beachten!

Es tut mir leid, dass ich jetzt die Erwartungshaltung durchkreuze, aber irgendwie musste ich verhindern, dass der letzte und wichtigste Punkt ausgelassen wird!

So gut das hier alles auch klingt und so durchdacht und logisch es scheinen mag: Jeder Mensch ist anders. Hinterfragt für euch immer, ob das überhaupt sinnvoll ist, auf euch zutrifft und nicht zuletzt: Ob euch das überhaupt betrifft. Wenn euch alles hier sinnlos erscheint: Lasst es. Wenn euch ein oder zwei Sachen sinnlos erscheinen: Lasst diese sein. Es geht hier um euch, da muss euch keiner was vorschreiben ;)

Als weiterführende Lektüre kann ich das Buch Zeitmanagement für Systemadministratoren empfehlen. Meine Tipps kommen da nicht oder nur in sehr abgewandelter Form vor. Beachtet aber bitte meinen 5. Tipp :)


#001
09. Nov 2010
Christian

Vielen Dank für den Punkt 5!

Ich habe schon so viele dieser Listen gelesen, und keine hat berücksichtigt, dass es sich bei diesem Regelwerk um persönliche Erfahrungswerte handelt, die nicht auf jede Person, jedes Projekt, jede Arbeitsumgebung oder jede Firma passen.
Es gibt zu viele Menschen, die solchen Regeln blind folgen oder diese zu 100% abnicken und den Kollegen oder untergebenen aufzwingen, obwohl es nicht zwangsläufig für alle sinnvoll funktioniert.

Die Sache mit der Pause funktioniert bei mir beispielsweise nur bedingt. Ich halte nichts von den üblichen Pausen, die der ein oder andere Arbeitgeber immer noch fest vorgibt. In meinen Augen ist es reine Zeitverschwendung.
Wenn ich aber nun doch mal an einen Punkt gelange, an dem einfach nichts mehr klappt, weil ich einen Fehler an der Falschen Stelle suche oder ähnliches, dann gehe ich kurz auf den Balkon, rauche mir in Ruhe eine und ohne explizit über das Problem nachzudenken kommt mir dann gerne mal ein Geistesblitz und das Problem ist nach der kurzen Raucherpause erledigt.

#002
09. Nov 2010

[...] hier den Beitrag weiterlesen: 5 Motivationstipps (nicht nur) für Entwickler // der php hacker … [...]


#003
09. Nov 2010

Tipp 5 ist wohl der wichtigste von allen. Den sollte man auch beherzigen, wenn man Bücher zur Motivation liest.


#004
10. Nov 2010

Apropos Rauschen und Emails: Was für mich ein echter Produktivitätsgewinn war, ist “Inbox Zero”.

Das ist hier ganz nett erklärt:

http://labuschin.com/journal/inbox-zero

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theme von mir, software von wordpress, grid von 960 grid system. funktioniert in allen browsern, aber der safari bekommt das mit der schrift am schönsten hin.